Archiv 2015

2015 – 10 Jahre Clara-Viebig-Zentrum  (CVZ) Eisenschmitt

Für das Dorf an der Salm beim Kloster Himmerod war das Jubiläumsjahr 2015 Anlass, um erneut ein anspruchsvolles Programm in gemütlicher Atmosphäre zu bieten. Von April bis September trafen sich Menschen aus Nah und Fern im Salmtal.
Zehn Jahre nach der Eröffnung erfreut sich das Clara-Viebig-Zentrum (CVZ) in Eisenschmitt weiterhin regen Interesses von Menschen aus Nah und Fern. Busgruppen reisen eigens an und genießen eine Führung durch das CVZ, um sich über Leben der Eifelschriftstellerin Clara Viebig (1860-1952 ) zu informieren.Einzelbesucher können sonntags ohne Anmeldung die besondere Atmosphäre des CVZ genießen. Denn das gibt es weiterhin: neben literarischer Kultur empfangen die Eisenschmittner ihre Gäste im CVZ ausgesprochen herzlich mit Kaffee, Kuchen und erfrischenden Getränken. Besucher fühlen sich rundum wohl, auch wenn sie nicht zu den Literaturfans gehören.  Sie erfahren nicht nur vieles zur Schrifstellerin Clara Viebig. Die Ausstellung zeigt auch das Leben der Menschen an der Salm im 19. Jahrhundert, als in Eisenschmitt noch Eisenerz zu Stahl geschmolzen wurde und die Köhler ihre Arbeit in den Wäldern rundum verrichteten.

Impressionen vom KINDERTAG 2015

Der diesjährige Kindertag im Innenhof des Clara-Viebig-Zentrums war ein großer Erfolg. Nicht nur mehr als 50 Kinder, auch viele Jugendliche und Erwachsene zählten zu den Besuchern, die einen
unterhaltsamen Nachmittag bei guter Laune und stimmungsvollem Programm erlebten.
Nach einem kräftigen Regenschauer, kurz vor Beginn, konnte Ortsbürgermeister Georg Fritzsche neben der großen Besucherschar die „Kräckers“-Band der Westeifelwerkstätten, Clown Lolek und die Musikverein-Korrelation aus der „Eifelkappelle Gransdorf“ und den „Alten Kameraden Eisenschmitt“ begrüßen.
Die „Kräckers“ lieferten gleich zu Beginn einen beeindruckenden Musikauftritt und im Anschluss erlebten alle mit Hochspannung „Lolek“ als Clown, der nicht nur  Kinderherzen zu begeistern vermochte. Auch das  Kinderschminken fand hohen Anklang und garantierte farbenfrohe Publikumsgesichter, vor allem bei den kleinen Gästen.
Die beiden Musikvereine sorgten für stimmungsvolle Unterhaltung zum Ausklang dieses beeindruckenden Nachmittags, der mit Kaffee und Kuchen nach Hausfrauenart noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Herzlichen Dank an alle, die durch Ihren Beitrag an vielen Stellen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Impressionen vom 7. Bücherfestival 2.-3.Mai 2015


Ein Bericht Frühnebel über den Eifelhöhen. Ob er sich auflöst? Noch verschlägt Hauch die Scheiben.
Typisches Maiwetter an diesem frühen Sonntagmorgen. Kalt und regnerisch! Ein guter Tag für den Büchermarkt, der als „Frühlingserwachen“ im Clara – Viebig – Zentrum Eisenschmittangesagt ist. „Alle Jahre wieder!“ möchte man singen. Und trotzdem reizt es den Eifelliteraturliebhaber, wieder dabei zu sein, am Stand zu stehen und von Tisch zu Tisch zu gehen, um angegraute und manchmal sogar angestaubte „Neuheiten“ als erster ausfindig zu machen, anzuschauen oder gar zu erwerben. Die Eifel, ihre Literatur und Malerei stellen allemal ein unausschöpfliches Reservoire für schier nicht enden wollende Gespräche dar.
In diesem Jahr war es für die z.T. weit Angereisten besonders wichtig, alle Viebig -Interessierten und Freunde einigermaßen gesund wieder zu sehen und nicht nur mit Hallo zu begrüßen. Es ist noch längst nicht selbstverständlich, dass alle Teilnehmer einer in die Jahre
kommenden Tradition Jahr für Jahr in alter Frische wieder mit dabei sind. Aber dieses Mal zeigte sich das Schicksal gnädig und ließ niemanden gesundheitsbedingt fehlen.
Dass an einem traditionellen Büchermarkt die allgemeine Entwicklung thematisiert wird, darf gerade unter Profis nicht wundern. So drang denn immer wieder die Sorge durch, dass die in die Breite gegangenen Internetgeschäfte dem Handel mit antiquarischen Büchern doch arg zusetzen und schon längst eine bedrohliche Konkurrenz darstellen. Die Sorgenfalten der ausstellenden Viebigfreunde bildeten sich also nicht ohne Grund und wurden angesichts des sinkenden Kaufinteresses der Vorbeischauenden merklich tiefer.
Erfreulich dann die Beobachtung, dass sich doch noch junge Leute ins Foyer mit den ausgestellten Büchern wagten und sich sogar bereitwillig in Fachgespräche hineinziehen ließen.
Siehe da, einer der jungen Männer entpuppte sich dann als Liebhaber der Eifelmalerei und passte ausgezeichnet in den Kreis der selbst ernannten Fachkenner. Adressen wurden ausgetauscht und für das kommende Jahr eine Teilnahme am Bücher- und Kunstmarkt
angeregt und tatsächlich in Aussicht genommen.
Günstig erwies sich, den Büchermarkt erstmalig mit einem innerörtlichen Flohmarkt zu kombinieren. Leider zeigte sich Petrus von seiner unschönen Seite und regnete die Stände draußen ein. Aber der zusätzliche Betrieb im Ort wurde im Clara – Viebig – Zentrum trotzdem deutlich spürbar. Wie wäre der Zulauf an Besuchern erst gewesen, wenn Floh- und Büchermarkt bei strahlendem Sonnenschein stattgefunden hätten! So machte sich an den Ständen unter Dach behende die Überzeugug breit, es möglichst nicht bei diesem ersten Versuch zu belassen.
Gibt es nach zwei vollen Tagen ein Fazit für die Aktivisten des Büchermarkts? Obwohl sich der Handel mehr und mehr im Internet abspielt und kaum noch antiquarische Raritäten in persönlicher Begegnung den Besitzer wechseln, zeigte sich unausweichlich, wie wichtig es für Sammler ist, sich auszutauschen und Erfahrungen mit Gleichgesinnten ausführlich zu diskutieren. Im Bestreben, diesem echten Mangel abzuhelfen, haben die Zusammenkünfte im Clara – Viebig – Zentrum doch noch einen Sinn. Wer allein das Geschäft mit bibliophilen Raritäten sucht, der bleibt nämlich mit seinem Ansinnen bei dieser Veranstaltung auf der

Strecke. Hanns-Georg Salm, Mehlener Straße 2, D-54595 Gondenbrett/ Schneifel, Tel.: 06551-960051 (AB)

Impressionen von der Fotoausstellung am 18.4.2015